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Jugendzeltplatz Rücklenmühle – Mit LEADER-Förderung zum Vorzeigeprojekt

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Die Regionalentwicklung Augsburg Land West e.V. förderte den nun fast fertiggestellten Jugendzeltplatz Rücklenmühle bei Zusmarshausen mit der Maximalsumme, von rund 200.000 Euro im Rahmen des LEADER –Förderprogramms der Europäischen Union und des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

 PM Rcklenmhle AABenjamin Walther, Geschäftsführer ReAL West e.V. (links) und Hubert Kraus, 1. Vorsitzender ReAL West e.V. (rechts) besichtigten zusammen mit Sabine Landau, Geschäftsführerin Kreisjugendring Augsburg-Land (mitte) den Jugendzeltplatz Rücklenmühle und überzeugten sich vor Ort vom Baufortschritt.

Der idyllisch zwischen Zusam und Fehlbach gelegene Jugendzeltplatz Rücklenmühle bei Zusmarshausen bot Landkreis und Kreisjugendring Ende Juli ein optimales Festgelände anlässlich der Jubiläen zum 50 bzw. 75-jährigen Bestehen und zog interessierte geladene Gäste wie Besucher aus dem gesamten Landkreis an.
Alleiniger Bauherr und Eigentümer ist der Landkreis Augsburg, betrieben wird die Freizeitanlage vom Kreisjugendring Augsburg Land. Neben dem Landkreis Augsburg beteiligte sich auch die Stadt Augsburg an den Bau- bzw. Sanierungskosten. Aber nicht zuletzt ermöglichten auch Fördermittel des Erholungsgebietevereins EVA sowie von ReAL West e.V. die Umsetzung des Vorzeigeprojekts.

Attraktives Freizeitgelände für Kinder- und Jugendgruppen
Rund 200.000 € LEADER-Fördermittel unterstützten den Bauherren bei der Anlage von neun festen Zelthäuschen – eines davon barrierefrei – sowie bei der Schaffung zusätzlicher Angebote im gesamten Bereich des Zeltplatzes. Es entstanden Stellen zur naturnahen Naherholung mit Zugang zu verschiedenen Lebensräumen sowie ein Außenklassenzimmer und verschiedene Holzdecks als Rückzugsräume. Bei der Umsetzung großer Wert auf Qualität und Regionalität gelegt, etwa die Verwendung von heimischen Hölzern aus einer möglichst regionalen Wertschöpfungskette.
Das Erforschen, Spielen, Lernen von und miteinander steht auf dem Jugendzeltplatz im Vordergrund. Künftig kann das Gelände durch drei voneinander unabhängige Gruppen genutzt werden. Neben dem ganzjährig verfügbaren Selbstversorgerhaus umfasst die Anlage einen Zeltplatz sowie neun feste Zelthäuschen. Jeder Gruppe ist ein Freibereich mit Grillplatz zugeordnet.
Ein besonderes Highlight des rund 9.000 m² großen Geländes ist der barrierefreie Zugang zur Zusam, wo Jugendgruppen an heißen Tagen im flachen, mit großen Steinen gestalteten Flusslauf Abkühlung finden. Durch den Wasserzugang kann das Element Wasser als Lebensraum erlebbar gemacht oder etwa angeleitete Strömungsversuche durchgeführt und die Gewässerökologie hautnah erlebt werden.
Wer hätte im Jahr des Baubeginns ahnen können, welch wichtige Bedeutung dem Jugendzeltplatz durch die Entwicklungen der Pandemie zukommen wird. „Hier ist ein Ort entstanden, an dem Kinder und Jugendliche die Natur und Gemeinschaft erleben können. Das Konzept der Selbstversorgung stärkt das Gemeinschaftsgefühl – sich in der Gruppe kümmern, gemeinsam Kochen, in der Natur spielen und am Lagerfeuer sitzen – diese Erfahrungen sind so wichtig für die Kinder und Jugendlichen! Das hat die Pandemie ganz deutlich gezeigt“, betont Sabine Landau, Geschäftsführerin Kreisjugendring Augsburg Land, bei einem Spaziergang über die Anlage.

LEADER ein Instrument zur Stärkung des ländlichen Raums
Die Regionalentwicklung Augsburg Land West unterstützt Gemeinden, Vereine und engagierte Akteure bei der Umsetzung von Projekten im Rahmen des europäischen Förderprogramms LEADER. Über das Bayerische Staatsministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten fördert LEADER innovative Projekte, die zur Stärkung des ländlichen Raums beitragen. Grundlage dafür ist die sogenannte Lokale Entwicklungsstrategie – ein gemeinschaftlich mit lokalen Akteuren, Mitgliedsgemeinden und Vertretern von Institutionen und Vereinen erarbeitetes Konzept, das die Schwerpunkte der Förderphase definiert und damit den Rahmen für förderfähige Projekte vorgibt.
„Der Zeltplatz Rücklenmühle ist ein Vorzeigeprojekt für die Region aber auch für die Möglichkeiten, die LEADER bietet. In der kommenden Förderperiode wollen wir weiterhin einen Schwerpunkt auf Projekte für Kinder und Jugendliche legen. Denn im Rahmen von Experteninterviews und diversen Bürgerbeteiligungsformaten zur Vorbereitung der Lokalen Entwicklungsstrategie wurde uns hier in der gesamten Region ein dringender Handlungsbedarf gespiegelt.“ führt Benjamin Walther, Geschäftsführer von ReAL West aus.
Die aktuelle Förderphase läuft noch bis Ende des Jahres. Vor wenigen Wochen hat sich ReAL West mit einer aktualisierten Lokalen Entwicklungsstrategie um die Anerkennung als Lokale Aktionsgruppe für die nächste Förderperiode 2023-2027 beworben.

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